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Subnetzmaske

Subnetz-Masken werden eingesetzt, um die starre Klassenaufteilung der IP-Adressen in Netze und Rechner flexibel an die tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen.

Teile der Rechneradresse können für die Netzadresse nutzbar gemacht werden. Die „Grenze“ zwischen den Bits der Netz- und der Rechneradresse wird verschoben. Dadurch erhöht man zwar die Zahl der möglichen Netze, verringert aber gleichzeitig die Anzahl der jeweiligen Rechner. Diese neuen vielen kleinen Netze werden als Subnetze bezeichnet.

Dieses „Subnetting“ macht es möglich, dass die Adressvergabe und damit die Verantwortung an die jeweils für das Subnetz zuständigen Personen verteilt wird. Es muss dann nicht mehr eine Person geben, die für das gesamte Netzwerk verantwortlich ist, sondern mehrere Personen können sich diese Aufgabe teilen.

Die Einrichtung von Subnetzen macht es möglich, viele völlig verschiedene und weit entfernte Netze miteinander zu verbinden, da jedes Subnetz seine eindeutige Adresse bekommt und somit vom IP-Router adressierbar wird.

Ein Subnetz wird dadurch definiert, dass die IP-Adresse mit einer sogenannten Subnetz-Maske verknüpft wird:

  • Ist ein Bit in der Subnetz-Maske gesetzt, wird das entsprechende Bit der IP-Adresse als Teil der Netzadresse angesehen.
  • Ist ein Bit in der Subnetz-Maske nicht gesetzt, dann wird das entsprechende Bit der IP-Adresse als Teil der Rechneradresse benutzt.

Subnetze sind nur lokal bekannt, da die Verknüpfung mit der Subnetz-Maske erst im Netz-Router erfolgt. Die einzelnen IP-Router der Subnetze können ihre IP-Adresse auch wieder mit einer Subnetz-Maske verknüpfen, um weitere Subnetze zu erzeugen.

Beispiel

Als Beispiele werden die beiden Subnetze 134.147.123.0 und 134.147.123.192 gewählt.

  • Das erste Subnetz wird mit der Subnetz-Maske 255.255.255.128,
  • das zweite Subnetz mit der Subnetz-Maske 255.255.255.224 verknüpft.

Bei allen Adressen werden im folgenden nur die letzten 16 Bit betrachtet, da die oberen 16 Bit durch die Subnetz-Masken 255.255.xxx.xxx immer zu der Netzadresse gezählt werden.

Die Umrechnung der dezimalen Zahlen 123, 128, 192, 224 und 255 in die entsprechende duale Schreibweise geschieht wie folgt:

dual123

dual128

dual192

dual224

dual255Anwendung der Subnetzmaske

subnetz1

subnetz2Deutlich ist zu sehen, dass z. B. ein Host mit der Adresse 134.147.123.192 im ersten Subnetz (134.147.123.0) nicht eingerichtet werden kann, da dort nur 7 Bit für die Hostadresse zur Verfügung stehen und das achte Bit konstant auf 0 steht, da es zur Netzwerkadresse gehört.


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